Himmlische Höhen und irdische Tiefen
7. Braunlager Maikonzerte vom 11.-13. Mai 2012
Zum 7. Mal finden in diesem Jahr die Braunlager Maikonzerte statt und laden ein in die Höhen des Oberharzes. Der Pianist und künstlerische Leiter Gil Garburg, Heide Stock als Organisatorin und der neu gegründete Verein „Braunlager Maikonzerte e.V.“ stehen für Programm und Organisation des Festivals, doch waren die Braunlager Maikonzerte vom ersten Jahr an auch in großem Maße ein Anliegen des relexa hotel Harz-Wald, das dadurch, neben anderen führenden Häusern des Ortes, bereits ein Förderer der ersten Stunde ist. In einem maßgeschneiderten Arrangement des Hotels ist der Besuch der Konzerte eingebunden in ein perfekt organisiertes Wochenende mit allen Annehmlichkeiten des Hauses, in dem auch viele der Künstler untergebracht sind, um die ebenso entspannte wie angeregte Atmosphäre des Festivals zu genießen.
Das Programm ist geprägt durch die spektakuläre Natur des Oberharzes und insbesondere durch ihre Gegensätze: Lichte Höhen und himmlische Fernsichten auf der einen Seite, auf der anderen schattige Täler und finstere Abgründe und unter der Erde die tiefen Stollen jahrhundertealter Bergwerke:
„Chirping of the Nightingale – Mr. Playford’s Dancing Master“ ist das Programm betitelt, mit dem die Lautten Compagney Berlin in das lebendige England der Renaissance entführt. Und die Nachtigallen sind die nur ersten in einer Reihe von Himmelsbewohnern, von denen im Laufe der vier Konzerte noch einige zu hören sein werden…
In die Abgründe der Erde führt die zweite Veranstaltung am Vormittag des 12. Mai: Die Grube Samson, ein Silberbergwerk, dessen Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, ist Bestandteil des UNESCO Welterbes Oberharzer Wasserwirtschaft und wird zum Spielort der Maikonzerte, wenn mit dem Ensemble Stockholm Chamber Brass eine der renommiertesten Gruppierungen der Bläser-Kammermusik in einem Wandelkonzert auftritt.
Am Abend spielt in den Räumen der Firma Sympatec in Clausthal-Zellerfeld der künstlerische Leiter der Maikonzerte, Gil Garburg, gemeinsam mit seiner Klavierduo-Partnerin Sivan Silver ein fantastisch-märchenhaftes Programm von Prokoffievs „Cinderella“ bis zu Brahms’ Liebeslieder-Walzern in der Fassung für Klavierduo.
Das Abschlusskonzert wird von weiteren Musikern der Spitzenklasse gestaltet: Neben Gil Garburg musizieren der Klarinettist Wenzel Fuchs, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, die Violinistin Solenne Paidassi sowie der Cellist Adrian Brendel in Johannes Brahms’ himmlischem Klarinettentrio a-Moll op. 114 und Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ – entstanden in finstersten Tiefen des Krieges und gerade dadurch eines der überirdischsten und ergreifendsten Werke des 20. Jahrhunderts.